Ärzte Zeitung online, 30.03.2009

Start der Aktion "Wir gegen Viren" - Richtiges Händewaschen schützt

BERLIN (eb). Um den Infektionsschutz im Alltag zu verbessern, starten das Robert Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit die Aktion "Wir gegen Viren". Bei der Aktion wird auf Verhaltensweisen hingewiesen, mit denen man sich vor Viren schützen kann, und zwar nicht nur zur Grippe-Zeit.

Viren sind überall, wo Menschen sind. Sie können beim Husten, Niesen oder Sprechen ausgestoßen und eingeatmet werden, oder sie haften an den Händen und werden so weiter gegeben. Erkältungen, Magen-Darm-Infekte, aber auch lebensgefährliche Erkrankungen wie Influenza werden durch Viren verursacht.

Zum Start der Aktion erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Infektionsschutz lebt davon, dass möglichst viele mitmachen. Die Prävention von Infektionskrankheiten kann verbessert werden, wenn jeder im Alltag eigentlich ganz einfache Regeln befolgt, zum Beispiel die richtige Händehygiene. Die Aktion macht darauf aufmerksam, was es zu beachten gilt - und zwar das ganze Jahr über, nicht nur zur Grippezeit."

Die Aktion "Wir gegen Viren" stellt die Verhaltensweisen vor, mit denen man sich und andere besser vor Ansteckung schützen kann. Erster Schwerpunkt der Aktion ist das Händewaschen als zentrale Hygiene-Maßnahme im Alltag. "Im Rahmen der Begleitforschung hat sich gezeigt," so Professor Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts, "dass die Motivation zum Händewaschen steigt, wenn den Menschen klar ist, wie schnell Viren durch Hände übertragen werden können. Deswegen haben wir die Händehygiene in einem Videospot thematisiert."

Weitere persönliche Schutzmaßnahmen gibt es in der kostenlosen Broschüre "Selbstverteidigung gegen Viren - Neun Techniken, sich und andere zu schützen" sowie auf der neuen Internetseite www.wir-gegen-viren.de. "Jeder kann durch persönliche Hygiene dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko für Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Infekte für sich und andere zu reduzieren", betont Professor Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Stichwort Händehygiene:

Die Krankheitserreger können von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen. Die Hände sollten daher regelmäßig gewaschen werden. Richtiges Händewaschen heißt beispielsweise, dass die Seife zwischen 20 und 30 Sekunden verrieben wird, auch zwischen den Fingern.

Studien zeigen, dass regelmäßiges Händewaschen das Risiko von Atemwegs- oder Durchfallerkrankungen deutlich verringert. "Händewaschen ist sehr wichtig, aber allein nicht ausreichend," erklärt Prof. Jörg Hacker. "Weitere persönliche Schutzmaßnahmen, etwa hygienisches Husten, sollten hinzukommen. Sie sollen in zukünftigen Aktionen im Mittelpunkt stehen," so Hacker in einer gemeinsamen Mitteilung des RKI, des Bundesministeriums für Gesundheit und der BZgA.

Die Materialien gibt es kostenlos.
Broschüre: BZgA, 51101 Köln, Fax 0221-8992257, E-Mail order@bzga.de
TV-Spot: RKI, IBBS, Nordufer 20, 13353 Berlin, Fax 030-18754-3705, E-Mail ibbs@rki.de

Weitere Informationen auf:
www.bmg.bund.de
www.rki.de
www.bzga.de
www.wir-gegen-viren.de

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