Ärzte Zeitung online, 03.08.2009

Zweites Todesopfer nach Lungenpest-Ausbruch in China

PEKING(dpa). Beim Ausbruch der Lungenpest in der chinesischen Stadt Ziketan gibt es einen zweiten Todesfall. Der 37-Jährige sei am Sonntag in der weiter komplett abgeriegelten Stadt im Nordwesten Chinas gestorben, berichteten staatliche Medien am Montag. Er sei der Nachbar des Hirten gewesen, der das erste Todesopfer des Ausbruchs war.

Zehn weitere Menschen - größtenteils Familienmitglieder des Hirten - wurden infiziert. In Ziketan leben rund 10 000 Menschen. Die gesamte Stadt wurde unter Quarantäne gestellt.

Die Lungenpest ist die seltenste der vier Pest-Varianten. Der Erreger Yersinia pestis wird durch feine Tröpfchen in der Atemluft verbreitet. Ohne Behandlung sterben die meisten Infizierten. Bei schneller Diagnose lassen sich die Keime mit Antibiotika bekämpfen.

Informationen des Robert Koch-Instituts zur Pest

Lesen Sie dazu auch:
Stichwort: Lungenpest

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »