Ärzte Zeitung online, 18.09.2009

Kampftrinken schwächt die Abwehrkräfte

NEW YORK (dpa). Kampftrinken schwächt die Abwehrkräfte. Nach exzessivem Trinken droht nicht nur ein Kater, sondern auch Infektionskrankheiten, wiesen US-Forscher bei Experimenten mit Mäusen sowie Versuchen an Zellen nach. Der Alkohol blockiere zwei wichtige Komponenten des Immunsystems mindestens einen Tag lang.

Dr. Stephen Pruett von der Staatlichen Universität von Mississippi und Dr. Ruping Fan von der Universität Louisianas hatten entdeckt, dass durch Alkohol der Protein-Rezeptor TLR4 blockiert wird, über den die Abwehrkräfte des Körpers mobilisiert werden. Außerdem wird die Produktion von Molekülen gebremst, die bei einer drohenden Infektion das Signal zur Attacke geben, der sogenannten Zytokine (BMC Immunology online vorab).

Die Auswirkungen von Bier, Wein und Schnaps halten an, auch wenn die Party längst vorbei ist, schreiben die Forscher. Sie stellten fest, dass manche Zytokine selbst 24 Stunden später noch nicht wieder voll funktionsfähig waren.

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