Ärzte Zeitung online, 28.12.2009

Tollwut-Angst in Moskau - 41 Menschen in Klinik

MOSKAU (dpa). Tollwut-Angst in Moskau: 41 Menschen werden in der russischen Hauptstadt nach dem Angriff eines tollwütigen Hunds im Krankenhaus behandelt. Die Patienten, unter ihnen auch drei Kinder, würden derzeit gegen die tödliche Krankheit geimpft, teilte Russlands oberster Behördenarzt Gennadi Onischtschenko nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Bei keinem sei Tollwut ausgebrochen. Wie Medien am Montag berichteten, hatte der streunende Hund Mitte Dezember mehrere Menschen gebissen. Einige hatten Kontakt mit dem Speichel des Tiers, das vor einigen Tagen an Tollwut starb. Erst nach Ausbruch führt die Viruskrankheit Medizinern zufolge nach etwa sieben Tagen zum Tod.

Nach Darstellung Onischtschenkos leben auf Moskaus Straßen zehntausende verwilderte Hunde, darunter tausende Kampfhunde. Es sei bisher nicht gelungen, dem Problem mit Sterilisation oder anderen Methoden beizukommen, räumte Russlands Hygiene-Chef ein. Im vergangenen halben Jahr habe es fünf Tollwut-Fälle bei Menschen gegeben. Medien berichten immer wieder über den "Hunde-Terror" in der Millionenstadt und werfen der Stadt Tatenlosigkeit vor.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »