Direkt zum Inhaltsbereich

Warnung vor neuem Erreger von schwerer Malaria

BERLIN (eis). In Südostasien breitet sich ein neuer Malaria-Erreger aus. Plasmodium knowlesi sieht unter dem Mikroskop genauso aus wie der Erreger der benignen Malaria quartana. Die Erkrankungen können jedoch sehr schwer verlaufen.

Veröffentlicht:

Typisch für die Malaria quartana sind Fieberschübe im Abstand von 72 Stunden. Plasmodium knowlesi vermehrt sich aber bereits in 24 Stunden. "So können sich mit dem Erreger in kurzer Zeit tödliche Parasitämien entwickeln", hat Dr. Michael Knappik vom Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin berichtet. Bisher sei das Risiko von Reisenden für die Infektion noch gering, so Knappik beim Forum Reisen und Gesundheit in Berlin.

Bei vermeintlicher Malaria quartana aus Südostasien mit Hyperparasitämie sollte jedoch an den neuen Erreger gedacht werden. Betroffene seien ähnlich intensiv zu betreuen wie bei einer Malaria tropica, so der Reisemediziner bei der gemeinsamen Veranstaltung von CRM Centrum für Reisemedizin und Auswärtigem Amt. Die Infektion ist nur mittels PCR zu erkennen. Alle üblichen Malariamittel seien gegen den neuen Erreger wirksam.

Nach Angaben von Knappik werden in regionalen Kliniken auf der Insel Borneo bereits 70 Prozent der Malaria-Erkrankungen durch Plasmodium knowlesi verursacht. Infektionen damit gab es zudem in Thailand, Myanmar, Singapur, Vietnam und den Philippinen. Auch erste Touristen seien erkrankt. Der Erreger war bisher von Affen (Makaken) bekannt und nur in Einzelfällen auf den Menschen übergegangen. Die Zerstörung des Regenwaldes in Südostasien und die intensive Nutzung der Flächen bringe jedoch Menschen immer stärker mit solchen Erregern in Kontakt, sagte der Reisemediziner.

Mehr zum Thema

Sie fragen – Experten antworten

Tollwut-Impfung: Bei wem zahlt die Krankenkasse?

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
In der Schwangerschaft soll eine medikamentöse Blutdrucktherapie ab Werten 140/90 mmHg initiiert werden.

© Dragana Gordic - stock.adobe.com

Gestationshypertonie und Co.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft: So gehen Sie therapeutisch vor