Ärzte Zeitung online, 08.06.2010

Russland bestätigt Polio-Todesfall

MOSKAU (dpa). Erstmals seit mehreren Jahren ist in Russland ein Mensch an Kinderlähmung (Polio) gestorben. Bei dem Toten handele es sich um einen 26 Jahre alten Mann aus der zentralasiatischen Republik Usbekistan, sagte eine Sprecherin der Hygiene-Behörde am Montag nach Angaben der Agentur Ria Nowosti.

Der Patient starb in einem Krankenhaus der Stadt Jekaterinburg am Ural. In Russland leben Hunderttausende Gastarbeiter aus Zentralasien. Aus der an Usbekistan grenzenden Republik Tadschikistan war im April eine Polio-Epidemie gemeldet worden. Russland hatte daraufhin seine Grenzkontrollen verschärft und ein Einreiseverbot für tadschikische Kinder unter sechs Jahren verhängt. In Tadschikistan sind nach offiziellen Angaben bislang zwei Menschen an Polio gestorben. Aus Usbekistan waren noch keine Polio-Fälle gemeldet worden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »