Donnerstag, 24. Mai 2012
Ärzte Zeitung, 17.08.2010

Peridontitis: Risiko für Frühgeburt nicht erhöht

NEU-ISENBURG (ikr). Durch Peridontitis-Behandlung während der Schwangerschaft lässt sich das Risiko für Frühgeburten offenbar nicht senken. In einer randomisierten Studie wurden 3563 Schwangere auf Peridontitis gescreent (gynäkologie + geburtshilfe 2010; 3: 13). Bei 50 Prozent der Frauen wurde eine Peridontitis diagnostiziert. 378 Frauen erhielten eine Wurzel- und Zahntaschenbehandlung, und die übrigen 379 Frauen (Kontrollgruppe) erhielten lediglich eine Zahnpolitur.

Das Risiko für eine Frühgeburt war in der Gruppe der Frauen mit aktiver Therapie nicht geringer als in der Kontrollgruppe. Auch die neonatale Sterberate ließ sich durch eine Wurzel- oder Zahntaschenbehandlung nicht senken. Bei Frauen mit Frühgeburt in der Anamnese war das Risiko für eine erneute Frühgeburt nach einem zahnärztlichen Eingriff sogar erhöht.

Lesen Sie auch:
Die Pille kann mehr als Kontrazeption
Verhütungsspritze für den Mann im klinischen Test
HIV-Diagnose oft erst in der Schwangerschaft
Neue Daten zur Prognose bei Fehlbildungen
Peridontitis: Risiko für Frühgeburt nicht erhöht

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Studie mit Zündstoff: Katheter bei stabiler KHK?

Die kontroverse Debatte darüber, ob die perkutane Koronarintervention (PCI) bei stabiler KHK mehr als "nur" die Symptome verbessert, hat jetzt mit aktuellen Studiendaten neue Nahrung erhalten. mehr »

"Ärzte Zeitung" und AOK suchen einen Landarzt

"Landarzt gesucht" - unter diesem Motto wollen die "Ärzte Zeitung" und der AOK-Bundesverband für die Gemeinde Woldegk im südlichen Mecklenburg einen neuen Hausarzt finden. Im Interview sprechen der AOK-Chef und der Chef von Springer Medizin über die Hintergründe. mehr »

Klinik Bremen-Mitte: Schlamperei mit Handschuhen

Die Frühchen-Intensivstation des Klinikums Bremen-Mitte sorgt weiter für Schlagzeilen: Jetzt ist ein neuer Bericht aufgetaucht - es geht um kontaminierte Handschuhe. Außerdem wurde der damalige Klinik-Chefarzt zu Unrecht entlassen. mehr »