Ärzte Zeitung online, 01.09.2010

Tote durch West-Nil-Fieber in Rumänien und Griechenland

ATHEN/BUKAREST (dpa). In Griechenland und Rumänien sind insgesamt 13 Menschen am West-Nil-Fieber gestorben. Griechenland zählte seit Anfang August 11 Tote. Weitere 150 Menschen seien an dem durch Mücken übertragenen Fieber erkrankt, teilte am Dienstag das griechische Gesundheitsministerium mit. Alle Fälle wurden in Nordgriechenland diagnostiziert und von Laboren bestätigt.

In Rumänien gab es nach Auskunft des Gesundheitsministeriums zwei Todesfälle durch das Virus und fünf Erkrankte. Die Todesopfer waren 75 und 79 Jahre alt. Weitere Verdachtsfälle würden untersucht. Das Ministerium empfahl Bürgern, sich durch Kleidung und Insektensprays vor Mücken zu schützen.    

Seit einer Epidemie von 1996 in Rumänien seien 4,1 Prozent der Bukarester gegen das West-Nil-Virus immun, in anderen Landesteilen seien es 0,9 Prozent, sagte am Dienstag Staatssekretär Adrian Streinu-Cercel vom Gesundheitsministerium. Dies hätten rumänische und US-Wissenschaftler damals herausgefunden.

Das Virus, das grippeähnliche Symptome auslösen kann, wurde erstmals 1937 im West-Nil-Distrikt von Uganda isoliert. In den vergangenen Jahren wurden Erkrankungen unter anderem aus Israel, Russland, den USA und aus einigen Regionen Europas gemeldet.

Die Symptome sind zunächst Kopf- und Gliederschmerzen. Es kann zudem zu Erbrechen und Durchfall kommen. Meist heilt das West-Nil-Fieber in wenigen Tagen ohne Therapie ab. Bei Älteren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann der Erreger jedoch Entzündungen im Hirn oder im Herz auslösen, die oft tödlich sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »