Ärzte Zeitung online, 26.04.2011

UN-Ziel: 2015 keine Malaria-Todesopfer mehr

NEW YORK (dpa). Die Fortschritte im Kampf gegen Malaria stimmen die Vereinten Nationen optimistisch, dass die Zahl der Malaria-Toten bis 2015 auf "fast null" sinken wird.

Derzeit sterben noch 750.000 Menschen im Jahr an der durch Moskitos übertragenen Krankheit, sagte der UN-Sonderbeauftragte für Malaria, Ray Chambers, anlässlich des Welt-Malaria-Tages am Montag (25. April) in New York.

Die meisten Opfer seien Kinder unter fünf Jahren und sie lebten in Afrika südlich der Sahara. Aber auch in Indien würden derzeit noch rund 50.000 Menschen pro Jahr an Malaria sterben.

"Wir haben in den letzten Jahren fast fünf Milliarden Dollar (gut drei Milliarden Euro) in den Kampf gegen Malaria investiert", sagte Chambers.

Die Mittel seien unter anderen von der Weltbank und Stiftungen wie der Bill und Melinda Gates Foundation gekommen. Und sie seien dazu verwendet worden, Impfstoffe zu entwickeln und Malarianetze zu erwerben.

43 Länder haben Anzahl der Malaria-Toten halbiert

Inzwischen forschten Mediziner in aller Welt nach dem Stoff, der hundertprozentig effektiv sei und vor allen Stämmen des Malaria-Erregers schütze. Ganz gleich ob in Afrika, Asien, Südamerika oder der Karibik, erläuterte die senegalesische Ärztin Dr. Awa Marie Coll-Seck vor Journalisten. Coll-Seck ist die Direktorin von Roll Back Malaria, einer Vereinigung von malariabekämpfenden Ländern.

Nach Angaben der Organisation haben 43 Länder weltweit, darunter auch elf Länder in Afrika, die Zahl der Toten durch Malaria im letzten Jahrzehnt halbieren können.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich mehr als eine Million Menschen an Malaria. Die WHO ruft jedes Jahr im April den Welt-Malaria-Tag aus. Das Medikamenten-Hilfswerk action medeor hatte anlässlich dieses Tages gefordert, dass die internationale Gemeinschaft im Kampf gegen die Krankheit ihre Anstrengungen intensivieren und mehr Geld bereitstellen müsse.

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