Ärzte Zeitung online, 16.05.2011

Sorge vor neuer Ebola-Epidemie in Uganda

NAIROBI/KAMPALA (dpa/eb). Nach dem Tod eines zwölfjährigen Mädchens durch das Ebola-Fieber haben die Gesundheitsbehörden in Uganda Sorge vor einer erneuten Ebola-Epidemie.

Ugandische Medien berichteten am Montag, ein Team der Gesundheitsbehörden habe am Wochenende die betroffene Kleinstadt Bombo besucht, die rund 35 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernt ist. Auch die Nachbarbezirke seien angewiesen worden, auf Verdachtsfälle zu achten.

Derzeit sind mehr als 30 Kontaktpersonen der jungen Patientin für mindestens drei Wochen isoliert. Bei zwei vorangegangenen Ebola-Epidemien in den Jahren 2000 und 2007 waren in Uganda insgesamt fast 200 Menschen gestorben.

Suche nach weiteren Infizierten

Das Mädchen war am 6. Mai gestorben. Sie war an einer vor allem im Sudan auftretenden Ebola-Variante erkrankt. Eine Untersuchung durch das Uganda Virus Research Institute (UVRI) habe den Tod durch die Virusinfektion bestätigt, sagte Dr. Miriam Nanyunja von der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

"Sie wurde in das Krankenhaus eingeliefert und starb wenige Stunden später", sagte Nanyunja am Sonntag. Nach ihren Angaben würden derzeit weitere Fälle in der Region gesucht. Zudem werde in der Klinik in Bombo eine Isolierstation eingerichtet.

Bisher hat keiner der isolierten Familienangehörigen, Ärzte oder anderen Kontaktpersonen Krankheitserscheinungen gezeigt. Noch ist nicht bekannt, wie sich das Mädchen mit Ebola infiziert hat.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »