Klinik Report, 26.05.2011

Tipps für die Therapie bei Candida-Infektion

GIEßEN (mal). Bei invasiver Pilzinfektion sei bei der Wahl des initialen Antimykotikums eine vorherige Azol-Therapie zu beachten.

Denn es gebe Hinweise dafür, dass dies ein Risikofaktor für Candida-non-albicans-Spezies oder fluconazolunempfindliche Candida-Spezies sei, so die Kollegen um Dr. Christoph Lichtenstern aus Gießen (Der Anaesthesist 2010; 1: 30).

Besondere intensivmedizinische Relevanz hätten Non-albicans-Spezies, die nicht (C. krusei) oder zunehmend unzuverlässig (C. glabrata) auf Fluconazol ansprechen.

Im Fall einer Candida-Infektion bei klinisch stabilen Intensivpatienten ohne Organ-Dysfunktion und ohne vorherige Azol-Therapie bleibe Fluconazol das Mittel der Wahl, sofern die lokalen epidemiologischen Bedingungen nicht dagegen sprächen.

Für instabile Intensivpatienten mit Organ-Dysfunktionen stellten die Echinocandine (Caspofungin, Micafungin, Anidulafungin) aufgrund ihres breiten Wirkspektrums und ihrer guten Verträglichkeit die erste Wahl dar.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »