Ärzte Zeitung online, 31.10.2011

Kampf gegen Legionellen und Uran

BERLIN (eb). Am Dienstag (1. November) tritt die geänderte Trinkwasserverordnung, kurz TrinkwV, in Kraft. Ab dann muss Trinkwasser unter anderem auch in Mietshäusern auf Legionellen untersucht werden. Außerdem wird ein Uran-Grenzwert eingeführt.

Bisher musste Trinkwasser auf Legionellen nur in Gebäuden untersucht werden, in denen das Wasser an die Öffentlichkeit abgegeben wird, etwa in Gaststätten.

Ab November müssen auch Installationen in gewerblich genutzten Gebäuden untersucht werden, darunter auch Mietshäuser.

Die Verordnung gibt außerdem einen sogenannten Maßnahmenwert vor. Ab 100 "koloniebildenden Einheiten" pro 100 Milliliter Wasser können die Gesundheitsämter die Eigentümer künftig verpflichten, die Ursache zu beheben.

Außerdem hat der Gesetzgeber in der neuen Verordnung als erstes Land in der Europäischen Union einen Uran-Grenzwert für Trinkwasser eingeführt. Die Obergrenze liegt bei 10 Mikrogramm pro Liter Wasser.

Relevant sei diese Änderung allerdings nur in wenigen Regionen, so das Umweltbundesamt in einer Mitteilung. Betroffen seien vor allem kleine Trinkwassergewinnungsgebiete, in denen Uran lokal in höheren Konzentrationen vorkommen kann.

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