Sonntag, 23. November 2014
Ärzte Zeitung, 25.01.2013

Über 100 Tote

Schwerer Masernausbruch in Pakistan

ISLAMABAD. Seit Anfang des Jahres sind in Pakistan nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation mehr als 100 Kinder an Masern gestorben.

Damit wurde in weniger als einem Monat ein Drittel der Opferzahl des gesamten vergangenen Jahres erreicht, als 310 Kinder in dem südasiatischen Land an der Krankheit starben. Gründe seien der Mangel an Schutzimpfungen und die Unterernährung, sagte die WHO-Sprecherin.

Besonders viele Opfer hat die südliche Provinz Sindh zu beklagen, die seit Jahresbeginn 62 Tote meldete. Die WHO führte die Vielzahl der Ausbrüche dort auf die verheerenden Überflutungen im Jahr 2010 zurück, bei denen weite Teile der Provinz unter Wasser standen.

Viele der damals geflohenen Flutopfer leben bis heute in Notunterkünften, was sie anfällig für Krankheiten macht. Yunus sagte, die Vereinten Nationen hätten in Pakistan Masern-Impfstoff für etwa drei Millionen Kinder zur Verfügung gestellt.

Masern schwächen vorübergehend das Immunsystem, daher können zusätzliche Erreger etwa Lungenentzündungen oder Durchfall verursachen. Zudem kann eine tödliche Hirnentzündung folgen. Die Krankheit mit dem typischen roten Hautausschlag ist sehr ansteckend. (dpa)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Obamacare: Das hat die Reform für US-Familien gebracht

Wird alles besser mit Obamacare? In Washington State im Nordwesten der USA hat die "Ärzte Zeitung" bei Familien nachgefragt, ob und wie sich das neue Krankenversicherungs­system auf ihr Leben auswirkt. mehr »

Schneller zum Arzt: TK füllt Ärzten den Terminkalender

Die geplanten Termin-Servicestellen sind Ärzten ein Dorn im Auge. Jetzt geht die Techniker Krankenkasse mit einem eigenen Vorschlag voran, der Patienten schneller einen Termin vermitteln soll. Für Ärzte bietet die Kasse Sonderkonditionen an. mehr »

Entwarnung in Hamburg: Ebola-Verdachtsfall bestätigt sich nicht

Nachdem ein Jugendlicher in einer Hamburger Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge Medienberichten zufolge typische Ebola-Symptome gezeigt hatte, gibt es nun Entwarnung: Der Teenager ist nicht mit dem tödlichen Virus infiziert. mehr »