Ärzte Zeitung, 16.10.2013

Süddeutschland

Asiatische Tigermücke aufgetaucht

HAMBURG. In Süddeutschland sind erneut Asiatische Tigermücken aufgetaucht. Sie seien in speziellen Fallen an Autobahnraststätten gefunden worden, teilte das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg mit.

Die Stechmücken übertragen Tropenkrankheiten wie Dengue-Fieber. Dieses Jahr wurden 641 importierte Dengue-Infektionen in Deutschland gemeldet - so viele wie noch nie, fünf Mal so viele wie vor zehn Jahren.

Die in Süddeutschland gefundenen Tiere waren nicht von Tropenviren befallen. Von April 2012 an wurden entlang der Autobahnen A5 und A93 mehr als 30 Asiatische Tigermücken gefangen, auch Gelege wurden entdeckt. (dpa)

[16.10.2013, 14:40:07]
Dr. Horst Grünwoldt 
Infektionsgefahr?
Ist das schon eine "Seuchenmeldung" (epidemiologische Feststellung) wert, wenn entlang von zwei süddeutschen Autobahnen "30!" asiatische Tigermücken gefangen wurden? Und die faktisch nicht einmal als Krankheits- Überträger des tropischen Dengue- Fiebers in Frage kommen, weil sie sich als virusnegativ erwiesen haben.
Selbst der Nachweis (direkt virologisch oder lediglich AK serologisch?) von einigen hundert reise- oder migranten-importierten Dengue-Infektionen in unsere 80-Millionen-Bevölkerung kann ja noch nicht besorgniserregend sein (es sei denn für Klima-Unken). Schließlich müssen humane Virus-Träger und die dreißig Tigermücken erst mal im nüchternen Zustand aufeinander treffen!
Das renommierte Bernhard-Nocht-Institut für Tropenkrankheiten war ja einst mit dem Altonaer Krankenhaus für eingeschleppte Seemannsleiden assoziiert. Warum müssen die Hamburger Forscher jetzt schon im Süddeutschen die Tigermücke jagen? Oder hat der Klimawandel die norddeutsche Metropole noch nicht erreicht?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock
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