Ärzte Zeitung online, 01.09.2014

Erstmals seit 70 Jahren

Dengue-Fieber in Japan

Zum ersten Mal seit 1945 haben sich Menschen in Japan mit dem Dengue-Virus infiziert. Die Betroffenen haben einen Park in Tokio besucht.

TOKIO. In Japan hat es erstmals seit 70 Jahren wieder Fälle von Dengue-Fieber gegeben. In einem auch von ausländischen Touristen gern besuchten Park im Herzen der Hauptstadt Tokio haben Mücken den Krankheitserreger offenbar auf mehr als zehn Menschen übertragen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag meldete. Keiner der Betroffenen zeige schwere Symptome.

Die Stadtverwaltung versprühte Insektizide im Yoyogi-Park, hieß es weiter. Das Nationale Institut für Infektionskrankheiten führe derzeit abschließende Tests an Parkbesuchern durch. Bestätigt sind bislang drei Fälle in Tokio sowie wie der Nachbarprovinz Saitama.

Jedes Jahr infizieren sich etwa 200 Japaner bei Reisen im Ausland mit Dengue-Viren. Die Erreger kommen vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vor. Es ist das erste Mal seit 1945, dass es nun auch in Japan selbst zu Infektionen kam. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Psychotherapie-Richtlinie steht vor holprigem Start

Der Start der neuen Psychotherapie-Richtlinie am 1. April löst bei den Beteiligten keine Begeisterung aus. Die Kritik überwiegt. Lesen Sie die aktuellen EBM-Ziffern. mehr »