Ärzte Zeitung, 20.07.2015

Klimawandel

Modell sagt Ausbruch der Cholera vorher

PARIS. Forschungsprojekte zu Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit wurden auf einem Symposium in Paris vorgestellt, teilt die Wissenschaftliche Abteilung der Französischen Botschaft in Deutschland mit.

So beeinflusse der Klimawandel die drei Komponenten von Infektionen: Erreger, Wirt und Überträger. Stark betroffen ist etwa Bangladesch: Hier steigt bei niedriger Temperatur oder erhöhter Diarrhoerate nach einem Monsun die Sterblichkeit.

Die Forscher wollen nun Modelle erstellen, um etwa den Ausbruch einer Cholera bis zu zwei Wochen vorherzusagen.

Der Zyklus des Erregers ist eng mit dem Ökosystem, mit Niederschlag und Ozeantemperatur verbunden. Ziel ist, Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, wie Filtrieren des Trinkwassers und Bereitstellen von Rehydratationskits. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »