Ärzte Zeitung, 08.12.2015

Südasien

Malediven frei von Malaria

MALé. Die Malediven sind als erstes Land in Südasien offiziell frei von Malaria.

Schon seit drei Jahrzehnten sei in dem Inselstaat im Indischen Ozean kein Malaria-Fall mehr registriert worden, sagte am Dienstag Arvind Mathur, Repräsentant der Weltgesundheitsorganisation WHO in Malé.

Nun habe die WHO-Regionaldirektorin Poonam Khetrapal Singh das Zertifikat für Malaria-Beseitigung an die maledivische Gesundheitsministerin Irthisham Adam übergeben.

Malaria sei einst ein großes Problem für die Malediven gewesen, sagte Mathur der Nachrichtenagentur dpa. "Deswegen gingen staatliche Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde von Insel zu Insel und versprühten Insektizide", so Mathur.

Auch sei die Zahl der möglichen Brutplätze reduziert worden. Die Bewohner lernten, unter Moskito-Netzen zu schlafen.

Nach WHO-Schätzungen erkrankten in diesem Jahr rund 214 Millionen Menschen an Malaria; etwa 438 000 Menschen starben daran.

Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ist dem Risiko ausgesetzt, Malaria zu bekommen. "Andere Länder können viel von den Malediven lernen", sagte Mathur. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »