Ärzte Zeitung, 06.09.2016

Forschung

Hochsicherheitslabore für gefährliche Tierkrankheiten

GREIFSWALD-RIEMS. Die neuen Hochsicherheitslabore im Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit auf der Ostseeinsel Riems sind bereit für die Forschung. Drei Jahre nach Übergabe des europaweit einzigartigen Komplexes sind die Vorbereitungen für die künftige Arbeit mit hochgefährlichen Erregern abgeschlossen. Dazu seien Mitarbeiter in ähnlichen Laboren und Ställen der höchsten Sicherheitsstufe L4 in Winnipeg (Kanada) und Geelong (Australien) geschult worden.

Tiere wurden probeweise eingestallt, um die Haltungsbedingungen zu testen, wie Institutspräsident Thomas C. Mettenleiter am Montag sagte. Lüftungs- und Entsorgungstechnik wurden erprobt und Notfallpläne erarbeitet. "Der Kaltlauf ist beendet."In den nächsten Wochen soll testweise mit Erregern der Stufe L3 gearbeitet werden, bevor dort auch für Menschen hochgefährliche Tierkrankheiten erforscht werden, für die es bislang keine Therapie und Impfung gibt. Dazu gehören Ebola, Krim-Kongo-Fieber oder Nipah. (dpa)

Topics
Schlagworte
Infektionen (13992)
Personen
Thomas Mettenleiter (31)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Amazonas-Volk hat die gesündesten Gefäße weltweit

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »

Kiffen schädigt wohl doch Herz und Hirn

Cannabis-Konsum erhöht offenbar doch das Risiko für Schlaganfall und Herzschwäche. Zumindest hat sich ein entsprechender Zusammenhang in einer umfassenden US-amerikanischen Analyse gezeigt. mehr »