Ärzte Zeitung, 22.01.2004

Kombitherapie bei Schnupfen hat Vorteile

Studie mit Xylometazolin plus Dexpanthenol / Austrocknen der Schleimhäute selten

HAMBURG (grue). Patienten mit akuter Rhinitis werden vorrangig mit abschwellenden Nasensprays behandelt. Um eine Gewöhnung mit verstärktem Rebound-Effekt beim Absetzen zu vermeiden, sollten die Präparate nicht länger als eine Woche angewandt werden. Daran hat der Hamburger HNO-Arzt Dr. Uwe Sonnemann erinnert.

Um die Behandlungszeit kurz zu halten, favorisiert Sonnemann eine Kombitherapie mit Xylometazolin und Dexpanthenol. Diese Wirkstoffe sind in der Fixkombination Nasic® enthalten. "Der entzündungshemmende und schleimhautschützende Dexpanthenol-Zusatz pflegt die Nase und macht die Behandlung angenehmer", sagte Sonnemann bei einer Veranstaltung von Cassella-Med in Hamburg.

In einer kontrollierten Studie wirkte eine fünftägige Behandlung mit dem Kombipräparat besser als eine Monotherapie mit Xylometazolin. Die Patienten klagten auch seltener über Brennen in der Nase oder Austrocknung der Schleimhäute. Sollte das Nasenepithel nach Abschluß der Therapie wieder leicht anschwellen, könne ein reines Dexpanthenol-Spray benutzt werden, bis die Beschwerden ganz abklingen.

Zusätzlich könnten Sekretolytika wie Acetylcystein und physikalische Therapien helfen, sagte Sonnemann. Antibiotika seien nur bei komplizierten Infekten nötig, oder wenn die Rhinitis eitrig werde und dann länger als sieben Tage anhalte. Typisch bei fortschreitender Infektion mit Besiedlung der Nasennebenhöhlen sind Kopfschmerzen, die sich bei Kopftieflage verstärken.

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