Ärzte Zeitung, 19.07.2007

Gestörte innere Uhr macht müde bei Erkältungen

WASHINGTON (ddp). Bei Infektionen ist der Spiegel des Wachstumsfaktors TNFα erhöht: Er macht das Immunsystem scharf und dämpft die Funktion der inneren Uhr.

Die Folgen des erhöhten Spiegels an TNFα (Tumor Nekrosefaktor alpha) sind ein verminderter Bewegungsdrang und körperliche Erschöpfung, haben Professor Gionata Cavadini vom Universitätskrankenhaus in Zürich und seine Kollegen bei Mäusen nachgewiesen (PNAs online): Denn der Wachstumsfaktor dämpft die Aktivität einiger Gene im Gehirn, die den täglichen Schlaf- und Wachzyklus steuern. Zwar werden diese Gene weiterhin in ihrem gewohnten Rhythmus an- und abgeschaltet, sie laufen im aktiven Zustand jedoch nur mit halber Kraft.

Bei akuten Infektionen ist diese Kopplung sinnvoll: Sie hilft dem Körper, sich durch ausgedehntere Ruhephasen besser zu erholen. Bei chronischen Entzündungskrankheiten wie Rheumatoider Arthritis, Multipler Sklerose oder Morbus Crohn hingegen mindert die chronische Müdigkeit jedoch die Lebensqualität der Betroffenen

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