Ärzte Zeitung, 27.03.2015

Ebola

Guinea startet Tests mit neuem Impfstoff

CONAKRY. In Guinea wird jetzt die Wirksamkeit des Ebola-Impfstoffs VSV-EBOV getestet. Die von Kanadas Agentur für öffentliche Gesundheit entwickelte Vakzine werde in einem Dorf im westlichen Bezirk Coyah zunächst an Erwachsenen erprobt, teilt die WHO mit.

Schwangere Frauen dürften allerdings nicht teilnehmen, hieß es.Der WHO-Beauftragte in Guinea, Jean-Marie Dangou, bezeichnete die Tests als "wichtigen Meilenstein". Bei einer "Ringimpfung" sollen alle Kontaktpersonen eines Ebola-Patienten geimpft werden.

Damit soll die Ausbreitung des Virus verhindert werden, so die WHO. In den nächsten sechs bis acht Wochen sollen rund 10.000 Menschen an der Testreihe teilnehmen. Sie werden anschließend rund drei Monate überwacht.

Nach dem Ausbruch der Seuche im Dezember 2013 in Guinea hatte sich das Virus schnell in die Nachbarländer Liberia und Sierra Leone ausgebreitet. Bereits vor einem Monat hatten in Liberia Testreihen mit zwei potenziellen Impfstoffen begonnen. Insgesamt rechneten die Organisatoren hier mit 27.000 Teilnehmern.

Angesichts eines Rückgangs bei den Erkrankungen und der immer größeren ebolafreien Zonen in Liberia und Sierra Leone wurde damit begonnen, nicht mehr gebrauchte Behandlungszentren abzubauen.

Jedes Land werde aber eine ausreichende Zahl an solchen Zentren behalten und auch Reserven bereithalten, teilte die WHO am Mittwochabend mit.

In der jüngsten Wochenbilanz seien in den drei betroffenen Ländern 79 neue Fälle gezählt worden - so wenige wie noch nie in diesem Jahr, so die WHO. Insgesamt sind bisher 24.907 Menschen erkrankt und 10.326 an Ebola gestorben. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »