Ärzte Zeitung, 07.10.2016

Glasgow

Britische Ebola-Patientin wieder im Krankenhaus

LONDON. Eine nach einer Ebola-Infektion mehrfach erneut behandelte Krankenschwester aus Schottland ist am Donnerstag begleitet von Polizisten in eine Klinik gebracht worden. Die Gesundheitsbehörde NHS bestätigte, dass sich die 40-Jährige zur Beobachtung in einer Klinik im schottischen Glasgow befinde. Ihr Zustand sei stabil.

Pauline Cafferkey war für eine Hilfsorganisation tätig und hatte sich 2014 in Sierra Leone mit Ebola infiziert. Anfang 2015 wurde sie nach einer Therapie in London für geheilt erklärt. Danach musste sie jedoch mehrfach gegen Ebola behandelt werden.

Im September hatte sie ein Gericht freigesprochen. Man hatte ihr vorgeworfen, ihre Krankheit zunächst verschwiegen zu haben.Weltweit sind inzwischen mehrere Fälle erfasst, bei denen das Virus nach einer als geheilt eingestuften Ebola-Erkrankung wieder aktiv wurde.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich der Erreger in manche Nischen des Körpers – etwa das Gehirn – zurückziehen und lange Zeit nach der Erkrankung Symptome verursachen kann. Allerdings scheint eine langanhaltende Präsenz des Virus eher die Ausnahme zu sein.

Die Ende 2013 in Westafrika ausgebrochene Ebola-Epidemie hatte über 11.000 Menschen das Leben gekostet. Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Nach Angaben der WHO sterben 25 bis 90 Prozent der Patienten. (dpa)

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