Ärzte Zeitung, 21.12.2012

Interstitielle Cystitis

Hilft das Hormon hCG?

HAMBURG. Als ursachenbezogene Therapie bei Interstitieller Cystitis (IC) wird derzeit das Schwangerschaftshormon hCG untersucht.

Der Grund: Es wurde beobachtet, dass sich die Symptome bei Schwangeren bessern, teilt die Deutsche Gesellschaft für Urologie mit.

Bei IC-Patienten sei geschlechtsunabhängig signifikant erhöhtes hCG nachweisbar, was auf einen Schutz- oder Reparaturmechanismus hinweise und eine neue Perspektive eröffne.

Bis heute ist keine Heilung möglich, da die Pathogenese kaum erforscht ist. Vermutet wird ein Immun- und Barrieredefekt im Gewebe der Harnwege, besonders im Urothel.

Bis zu 25.000 Fälle von Interstitieller Cystitis gibt es nach Schätzungen des Fördervereins Interstitielle Cystitis in Deutschland.

Die Dunkelziffer sei hoch, da die Differenzierung zwischen beginnender IC und einer überaktiven Blase schwierig sei. Zur Diagnostik eignen sich die klinischen Symptome, Blasenspiegelung mit Biopsie zur mikroskopischen Untersuchung und Molekulartests spezifischer Zellproteine. (eb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

"Digitalisierung lässt sich nicht klein hoffen"

Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten, die Ärzte sollten sich daher aktiv daran beteiligen, appellierte der Blogger Sascha Lobo auf dem Ärztetag. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten gestern unmd heute auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »