Dienstag, 21. Oktober 2014
Ärzte Zeitung, 21.12.2012

Interstitielle Cystitis

Hilft das Hormon hCG?

HAMBURG. Als ursachenbezogene Therapie bei Interstitieller Cystitis (IC) wird derzeit das Schwangerschaftshormon hCG untersucht.

Der Grund: Es wurde beobachtet, dass sich die Symptome bei Schwangeren bessern, teilt die Deutsche Gesellschaft für Urologie mit.

Bei IC-Patienten sei geschlechtsunabhängig signifikant erhöhtes hCG nachweisbar, was auf einen Schutz- oder Reparaturmechanismus hinweise und eine neue Perspektive eröffne.

Bis heute ist keine Heilung möglich, da die Pathogenese kaum erforscht ist. Vermutet wird ein Immun- und Barrieredefekt im Gewebe der Harnwege, besonders im Urothel.

Bis zu 25.000 Fälle von Interstitieller Cystitis gibt es nach Schätzungen des Fördervereins Interstitielle Cystitis in Deutschland.

Die Dunkelziffer sei hoch, da die Differenzierung zwischen beginnender IC und einer überaktiven Blase schwierig sei. Zur Diagnostik eignen sich die klinischen Symptome, Blasenspiegelung mit Biopsie zur mikroskopischen Untersuchung und Molekulartests spezifischer Zellproteine. (eb)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Im Alter: Schwaches Herz, höhere Demenzgefahr

Ein hoher Blutdruck im Alter hält geistig fit - diese überraschende Erkenntnis belegt eine Studie aus den Niederlanden. Sie zeigt: Ein niedriger Blutdruck ist ungünstig für die Hirnleistung - erst recht, wenn eine Herzinsuffizienz vorliegt. mehr »

vdek: Sieben Empfehlungen für eine Klinikreform

Derzeit zerbrechen sich die Mitglieder der Bund-Länder-AG ihre Köpfe über eine Reform der Krankenhauslandschaft. Mit einem eigenen Vorschlag preschen nun die Ersatzkassen vor. mehr »

World Health Summit: Kampfansage an Ebola

Die Weltgemeinschaft forciert ihre koordinierte Hilfe für die Ebola-betroffenen Länder in Westafrika. Auf dem World Health Summit schworen sich Gesundheitexperten auf den Kampf gegen die Epidemie ein. Deutsche Helfer werden seit Montag für ihren Ebola-Einsatz ausgebildet. mehr »