Sonntag, 20. April 2014
Ärzte Zeitung, 21.12.2012

Interstitielle Cystitis

Hilft das Hormon hCG?

HAMBURG. Als ursachenbezogene Therapie bei Interstitieller Cystitis (IC) wird derzeit das Schwangerschaftshormon hCG untersucht.

Der Grund: Es wurde beobachtet, dass sich die Symptome bei Schwangeren bessern, teilt die Deutsche Gesellschaft für Urologie mit.

Bei IC-Patienten sei geschlechtsunabhängig signifikant erhöhtes hCG nachweisbar, was auf einen Schutz- oder Reparaturmechanismus hinweise und eine neue Perspektive eröffne.

Bis heute ist keine Heilung möglich, da die Pathogenese kaum erforscht ist. Vermutet wird ein Immun- und Barrieredefekt im Gewebe der Harnwege, besonders im Urothel.

Bis zu 25.000 Fälle von Interstitieller Cystitis gibt es nach Schätzungen des Fördervereins Interstitielle Cystitis in Deutschland.

Die Dunkelziffer sei hoch, da die Differenzierung zwischen beginnender IC und einer überaktiven Blase schwierig sei. Zur Diagnostik eignen sich die klinischen Symptome, Blasenspiegelung mit Biopsie zur mikroskopischen Untersuchung und Molekulartests spezifischer Zellproteine. (eb)

|

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neuer Wirkstoff: Ein kleines Molekül stoppt Masern

Ein neues Molekül könnte bald Masern bei Ungeimpften stoppen. Zumindest bei Tieren klappt das ganz gut - mit einer Tablette und bei einem Masern-ähnlichen Virus. mehr »

Warnung: Gefälschte Arzneimittel im Umlauf

Mehrere Chargen hochpreisiger Biologicals sind in Italien gestohlen worden. Jetzt tauchen sie mit gefälschten Zertifikaten in Deutschland auf. Das BfArM warnt: Die Präparate könnten gestreckt oder verunreinigt sein. mehr »

Westafrika: Ebola-Ausbruch geht auf Kind zurück

Über 200 Erkrankte und 121 Tote: Der Ebola-Ausbruch in Westafrika wird wohl langsam eingedämmt. Eine erste Analyse zeigt jetzt: Ein Kind hat die Erkrankungswelle verursacht. Und: Das Virus ist parallel entstanden. Außerdem haben die Forscher den Weg des Ausbruchs nachgezeichnet. mehr »