Forschung und Praxis, 28.10.2004

Sammlung aufschlußreicher Daten zu Hepatitis C

Epidemiologische Daten zu Infektionswegen, Begleiterkrankungen und klinischen Symptomen von Patienten mit chronischer Hepatitis C (CHC) sind in Deutschland rar. Daher wurde am 1. März 2003 eine bundesweite Anwendungsbeobachtung (AWB) gestartet.

Erste Daten wurden in Leipzig von Dr. Dietrich Hüppe aus Herne bei einem Pressegespräch präsentiert. Die AWB besteht aus einer Screening- und einer Behandlungsphase. Sie wird initiiert vom Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e. V. und vom Unternehmen Hoffmann-La Roche.

Die Daten belegen, daß durch die engmaschige Betreuung innerhalb der AWB die Compliance der Patienten gefördert wird. Zudem kristallisierten sich als Symptome, die zur Diagnose führten, heraus: erhöhte GPT-Werte, Müdigkeit, abdominelle Beschwerden, Gelenkschmerzen, Gewichtsverlust und Ikterus. 26 Prozent der Patienten hatten keine klinischen Symptome.

Bei über 4000 Patienten sei das Screening inzwischen abgeschlossen, so Hüppe. In der Screening-Phase werden die demographischen, epidemiologischen und sozialen Daten der Patienten anonym erfaßt. Anschließend werden Informationen zu denjenigen Patienten aufgenommen, die mit pegyliertem Interferon alfa-2a (Pegasys®) und Ribavirin (Copegus®) behandelt werden. Dies seien inzwischen 1671 Patienten, sagte Hüppe.

Nächstes Jahr soll eine detaillierte Zwischenanalyse der Therapiedaten zur Effektivität und Sicherheit der antiviralen Therapie erfolgen. (otc)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »