Ärzte Zeitung, 16.02.2006

Günstige Therapie-Ergebnisse in Praxen bei Hepatitis C

Studie bei niedergelassenen Gastroenterologen

HOMBURG/SAAR (eb). Die Standardtherapie bei chronischer Hepatitis C mit pegyliertem Interferon-alfa plus Ribavirin ist in gastroenterologischen Praxen ähnlich effektiv wie in kontrollierten Studien. Das hat eine Studie des Qualitätszirkels Gastroenterologie Hessen ergeben.

In zehn Praxen des Zirkels waren 212 Hepatitis-C-Patienten, je nach Virustyp, 24 oder 48 Wochen lang mit der Kombinationstherapie behandelt worden (Z Gastroenterol 44, 2006, 25). 24 Wochen nach Therapieende waren 54 Prozent der Patienten virusfrei, wobei dieser Wert je nach Praxis zwischen 26 und 67 Prozent schwankte. Ähnliche Ergebnisse waren auch in kontrollierten Studien erzielt worden.

Günstig für einen Therapieerfolg waren Infektionen mit HCV-Genotyp 2 und 3, normale Leber-Werte (Gamma-GT) zu Therapiebeginn und problemlose sprachliche Verständigung. Ungünstig für die Prognose waren Infektionen mit den HCV-Genotypen 1, 4 oder 5 sowie eine bereits vorhandene Leberzirrhose.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Gefahr im Vekehr oder alles im grünen Bereich?

Patienten, die Cannabispräparate in Dauermedikation haben, dürfen am Straßenverkehr teilnehmen. Eine wissenschaftliche Debatte über ein erhöhtes Verkehrssicherheitsrisiko wurde noch nicht geführt. mehr »

Frau hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld

Hat eine Frau Anspruch auf Schmerzensgeld, wenn ein Arztfehler zu Impotenz des Mannes führt? Das OLG Hamm verneint – und gibt eine Begründung. mehr »

Tausende Pfleger ergreifen die Flucht

Großbritannien gehen die Pflegekräfte aus: Zu groß ist die Unzufriedenheit mit dem System. Sie zeigt sich zunehmend auch bei Patienten. mehr »