Ärzte Zeitung, 06.11.2008

Kommentar

Zwei Strategien gegen Hepatitis B

Von Ingrid Kreutz

Nach epidemiologischen Studien sind 0,5 bis 1 Prozent der Menschen in Deutschland chronisch mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV) infiziert. Gemäß der WHO-Klassifikation gehört Deutschland damit zu den Niedrigendemiegebieten. Aber immerhin lag die Zahl der HBV-Neuerkrankungen 2007 nach Meldungen des Robert-Koch-Institutes bei 1,2 Erkrankungen pro 100 000 Einwohnern.

Weiter senken ließe sich die Zahl der Erkrankten durch noch konsequenteres Umsetzen der STIKO-Empfehlungen zur HBV-Impfung, etwa auch bei Patienten mit chronischer Leber- oder chronischer Nierenerkrankung.

Und noch etwas könnte viel dazu beitragen, die HBV-Rate zu reduzieren: Eine frühe Diagnose und medikamentöse Behandlung der chronisch HBV-infizierten Migranten. So können Kontaktpersonen vor einer Ansteckung geschützt werden. Migranten machen, wie neue Studiendaten belegen, einen hohen Anteil der HBV-Infizierten in deutschen Praxen aus.

Lesen Sie dazu auch:
Hepatitis B trifft häufig Migranten

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