Ärzte Zeitung online, 08.02.2010

Bundesverdienstkreuz für Vorsitzenden der Deutschen Leberhilfe

Gastroenterologe Professor Claus Niederau in Oberhausen ausgezeichnet

KÖLN (eb). Professor Claus Niederau hat am 3. Februar 2010 für sein ehrenamtliches Engagement den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) im Rathaus der Stadt Oberhausen erhalten.

Der Chefarzt der Katholischen Kliniken Oberhausen unterstützt seit über zwölf Jahren die Deutsche Leberhilfe e.V. (DLH) als Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Beirat. Seit langem setzt sich Niederau aktiv dafür ein, die Stigmatisierung von Patienten mit Leberkrankheiten zu bekämpfen, teilt die DLH mit. Darüber hinaus engagiert er sich als Berater anderer Patientenvereine und ist ehrenamtlicher Vorsitzender des Ambulanten Hospizes in Oberhausen. Außerdem ist Niederau Mitglied im Vorstand der Deutschen Leberstiftung.

Millionen von Bundesbürgern seien leberkrank, ohne es zu ahnen, so die Leberhilfe. Die meisten Lebererkrankungen sind im Frühstadium gut behandelbar. Da eindeutige Symptome häufig ausbleiben, werden viele Erkrankungen jedoch erst entdeckt, wenn Patienten bereits an gefährlichen Spätfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs leiden. So haben sich die Leberkrebsraten in Deutschland in den vergangenen zwei Jahrzehnten verdoppelt, der Trend ist weiter steigend. Daher fordert Niederau die amtierende Bundesregierung auf, eine nationale Strategie zur besseren Früherkennung von Lebererkrankungen zu entwickeln.

"Lebererkrankungen können jeden treffen, unabhängig von Herkunft und Lebensstil", so Professor Rita Süßmuth, Bundestagspräsidentin a.D. und Schirmherrin der Deutschen Leberhilfe. "Professor Niederau ist ein Vorbild für alle Mitbürger, da er sich weit über seine Arzttätigkeit hinaus ehrenamtlich für chronisch Kranke und Hilfsbedürftige einsetzt. Daher freut es mich sehr, dass sein Engagement nun in dieser Form gewürdigt wird."

www.leberhilfe.org

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