Direkt zum Inhaltsbereich

BZH

Infektionsprävention wird Kongressthema

Kampf den multiresistenten Keimen: Beim Infektiologie- und Hygienekongress in Freiburg wird im Oktober über geeignete Maßnahmen beraten.

Veröffentlicht:

FREIBURG. Bereits zum 23. Mal lädt das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene (BZH) in Freiburg zum Infektiologie- und Hygienekongress ein. Der Kongress vom 16. bis 18. Oktober 2013 steht ganz im Zeichen der Infektionsprävention.

Zentrale Themen werden die Ausbreitung multiresistenter Erreger sowie der massenhafte und fehlerhafte Einsatz von Antibiotika sein, teilt die BZH vorab zum Kongress mit. "Noch zu Beginn der 1990er Jahre lag die Rate an MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in Deutschland bei einem Prozent.

Innerhalb von nur 10 Jahren ist diese auf über 20 Prozent angestiegen", wird der Ärztliche Direktor des BZH, Dr. Ernst Tabori, zitiert.

"Dank intensiver Informations- und Präventionsmaßnahmen, zum Beispiel der Bildung regionaler MRSA-Netzwerke, konnte eine weitere Zunahme bisher verhindert und im Jahr 2012 sogar auf 16,1 Prozent gesenkt werden", so Tabori. Dennoch sei MRSA der häufigste multiresistente Erreger.

Zunehmend bereiteten die Ausbreitung Multiresistenter gramnegativer Keime (MRGN) Sorgen.

Ein weiteres Kongressthema wird sein, wie sich Deutschlands Hygienelandschaft ein Jahr nach Inkrafttreten der Hygieneverordnungen in den verschiedenen Bundesländern verändert hat.

"Wir werden diskutieren, wie das ambitionierte Ziel erreicht werden kann, innerhalb von vier Jahren genügend Hygienefachpersonal auszubilden", so Tabori. Nach seinen Angaben werden dazu allein 200 zusätzliche Fachärzte für Hygiene benötigt.

Rund 600 Ärzte, Hygienefachkräfte, Klinikmanager, Pflegedienstleister und Journalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden sich im Freiburger Konzerthaus informieren und austauschen. Der Kongress dauert erstmals drei Tage - in den vergangenen Jahren gab es jeweils zwei zweitägige Veranstaltungen in Freiburg und Würzburg. (eb)

www.hygienekongress.de

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion von Gilead Sciences beim DÖAK 2025 von links: Dr. Nazifa Qurishi, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie, Gemeinschaftspraxis Gotenring Köln; Kelly Cavalcanti, HIV-Aktivistin und Referentin für Gesundheit und Empowerment, Köln, und Martin Flörkemeier, Senior Director Public Affairs, Gilead Sciences, München

© Gilead

Unternehmen im Fokus

HIV-Versorgung: Vertrauen in unruhigen Zeiten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Abb. 1: PD-1-Inhibitoren: immunvermittelte Nebenwirkungen

© Springer Medizin Verlag GmbH

Thoraxchirurgie beim nichtkleinzelligen Lungenkarzinom

Wie können neoadjuvante Immuntherapien die Tumorresektion beeinflussen?

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 2: SPRING-Studie: Attackenfreie Tage und attackenfreie Kinder (2 bis <12 Jahre) während der 52-wöchigen Studiendauer

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Langzeitprophylaxe beim hereditären Angioödem

Lanadelumab jetzt auch für Kinder ab 2 Jahren zugelassen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Takeda Pharma Vertrieb GmbH & Co. KG, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
In der Schwangerschaft soll eine medikamentöse Blutdrucktherapie ab Werten 140/90 mmHg initiiert werden.

© Dragana Gordic - stock.adobe.com

Gestationshypertonie und Co.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft: So gehen Sie therapeutisch vor