Ärzte Zeitung, 28.06.2005

FSME-Impfung nur alle fünf Jahre

Bei einer Vakzine sind jetzt für Zwölf- bis 49jährige längere Impfintervalle zugelassen

MARBURG (eis). Auffrischimpfungen gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) waren bisher alle drei Jahre nötig. Beim Impfstoff Encepur®® Erwachsene reichen für Zwölf- bis 49jährige jetzt Booster alle fünf Jahre aus.

Die neuen Fünfjahresabstände gelten dabei ab der ersten Auffrischimpfung. Wie bisher ist also die erste Auffrischung drei Jahre nach der Grundimmunisierung mit dem Standardschema oder 12 bis 18 Monate nach der Schnellimmunisierung nötig. Den anschließend verlängerten Impfintervallen habe jetzt das Paul-Ehrlich-Institut als Zulassungsbehörde aufgrund immunologischer Daten zugestimmt, teilt der Hersteller Chiron Vaccines Behring mit.

Die Drei-Jahres-Abstände gelten weiter bei FSME-Auffrischungen mit Encepur® Kinder sowie für die Impfung von älteren Erwachsenen ab 50 Jahre. Wegen abnehmender Leistung des Immunsystems ist es bei älteren Erwachsenen zudem sehr wichtig, die vorgeschriebenen Impfschemata exakt einzuhalten.

Gerade ältere Menschen sollten sich gegen FSME impfen lassen, da das Risiko für schwere Infektionsverläufe mit dem Lebensalter steigt. Die Impfung wird allen empfohlen, die in Endemiegebieten wohnen oder die dort hinreisen und sich in der Natur aufhalten wollen. Risikoregionen gibt es in Deutschland vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen.

Neu in die Liste der FSME-Risikogebiete aufgenommen wurden dieses Jahr in Bayern die Landkreise Neu-Ulm, Schweinfurt, Wunsiedel i. Fichtelgebirge sowie die Stadtkreise Amberg, Schwabach und Würzburg; in Baden-Württemberg kamen der Stadtkreis Heidelberg und in Hessen der Landkreis Offenbach dazu.

Weitere Infos im Internet unter: www.impfen.de und www.zecken.info

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