Ärzte Zeitung, 19.12.2005

Pertussis-Schutz braucht frühen Booster

Impfdurchbrüche bei älteren Kindern / Auffrischung für 5- bis 6jährige erwogen

NEU-ISENBURG (eis). Der Impfschutz gegen Pertussis bei Kindern hält offenbar nicht so lange wie bisher gedacht. Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird daher ein Booster bei Fünf- bis Sechsjährigen erwogen.

Bisher war man nach der kompletten Impfserie gegen Pertussis im ersten Lebensjahr von einem etwa zehnjährigen Schutz ausgegangen, hat Professor Christel Hülße von der STIKO zur "Ärzte Zeitung" gesagt.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wird Pertussis aber immer öfter bei komplett geimpften Kindern im Alter ab sechs Jahren diagnostiziert. In der STIKO werde daher erwogen, die im Alter von neun bis 17 Jahren vorgesehene Auffrischung auf das Alter von fünf bis sechs vorzuziehen, so Hülße.

Sie hält eine schnelle Entscheidung noch vor den neuen STIKO-Empfehlungen im nächsten Sommer für erforderlich. Für die Impfung gibt es Kombivakzinen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund:
Auffrischimpfung gegen Pertussis ist bereits nach fünf Jahren nötig

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »