Ärzte Zeitung, 26.06.2007

PRÄVENTION

Expositionsschutz vor Zecken ist das A und O

Impfung schützt vor FSME, Allgemeinmaßnahmen auch vor Borreliose / Effektiver Umgang mit knappem Impfstoff

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen alle durch Zecken übertragene Erkrankungen sind: keine nackte Haut im unteren Körperbereich, regelmäßiges Absuchen nach Zecken, korrektes Entfernen des Tiers. Gegen FSME gibt es zudem eine effektive Schutzimpfung.

Beim Aufenthalt in der Natur ist regelmäßiges Absuchen nach Zecken eine wichtige Schutzmaßnahme gegen FSME und Borreliose. Foto: Novartis Behring

Helle und geschlossene Kleidung -vor allem am Knöchel - mindert das Risiko eines Zeckenstiches. Repellents können zum Zeckenschutz beitragen, auch wenn sie nicht gegen Zecken getestet sind. Nicht nur nach der Rückkehr aus der Natur, auch zwischendurch sollte der Körper nach Zecken abgesucht werden, da FSME-Viren schon früh nach dem Stich übertragen werden können.

Hat eine Zecke gestochen, wird sie mit einer Pinzette oder speziellen Zeckenzange entfernt. Auf keinen Fall darf die Zecke mit Öl, Klebemittel oder anderem bedeckt werden. Denn das führt dazu, dass die Zecke erbricht: ein hohes Risiko für eine Übertragung von Borrelien. Patienten sollte das mitgeteilt werden, da diese falsche Methode noch immer praktiziert wird.

Effektiven Schutz vor FSME bietet die Impfung. Wegen des Engpasses beim Impfstoff sollen zurzeit vorrangig Patienten geimpft werden, die in Risikogebieten leben und ein hohes Expositionsrisiko haben. Für den Schutz sind zwei Impfdosen nötig. Die dritte Spritze ist wichtig für den Langzeitschutz gegen FSME. Diese Impfung kann noch innerhalb von drei Jahren nach der ersten erfolgen. Ab September soll es wieder ausreichend Impfstoff geben. (hub)

Infos zum Umgang mit knappem FSME-Impfstoff: www.pei.de/fsme

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