Ärzte Zeitung, 12.11.2007

KOMMENTAR

Datensammeln zu Infektionen lohnt

Von Michael Hubert

Die Franzosen tun es. Sie haben Daten zur Pneumokokken-Impfung für Säuglinge gesammelt: weniger Meningitiden, weniger Bakteriämien. Und Deutschland? Funkstille! Daten zu Infektionen und Impfungen gibt es kaum. Lieber werden Daten zu Telefon- und Internetverbindungen gesammelt. Zur Terrorabwehr.

Und die Infektabwehr? Wir brauchen endlich Daten zu impfpräventablen Erkrankungen. Das ist essenziell für Impfprogramme, sagen Experten. Ohne Daten keine Bewertung der Programme. Die Amerikaner sind uns da weit voraus.

Von ihnen wissen wir: Die Pneumokokken-Impfung der Kleinen reduziert invasive Erkrankungen, Pneumonien und Mittelohrentzündungen. Und sogar ungeimpfte Alte sind indirekt vor den Erregern geschützt. Ohne diese Daten gebe es wohl keine Impfempfehlung für Deutschland. Also: Die richtigen Daten sammeln!

Lesen Sie dazu auch:
Weniger Meningitis durch Pneumokokken-Schutz

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »