Ärzte Zeitung, 29.05.2008

Frühchen wie Normalgeborene impfen!

NEU-ISENBURG (eis). Schutzimpfungen sollten bei Frühgeborenen wie bei normalen Babys im Alter von zwei Monaten starten. Diese Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird jetzt durch neue Daten einer US-Studie unterstützt.

Bedenken wegen kardiorespiratorischer Impfkomplikationen bei Frühgeborenen haben sich nach den Studiendaten nicht bestätigt. Die 191 untersuchten Babys (Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche) wurden nach etwa 60 Lebenstagen je etwa zur Hälfte nicht geimpft oder geimpft, und zwar mit einer Kombivakzine gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis (Pediatrics 121, 2008 1085).

In den zwei Tagen nach der Intervention gab es bei 16 Prozent der Geimpften verlängerte Apnoen im Vergleich zu 20 Prozent in der Kon-trollgruppe. Bradykardie-Episoden traten bei 58 Prozent der Geimpften und bei 56 der Ungeimpften auf. Die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen waren statistisch nicht signifikant.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

Die neue Statistik der Bundesärztekammer liegt vor. Sie zeigt, wo die meisten Behandlungsfehler passierten und wie die Schlichterstelle meistens entschied. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »