Ärzte Zeitung online, 13.08.2008

Erwachsenen fehlt oft Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie

BAIERBRUNN (dpa). Viele Erwachsene riskieren mit einem zu geringen Impfschutz schwere Erkrankungen wie etwa den Wundstarrkrampf (Tetanus). "Nur 60 Prozent der Erwachsenen hierzulande haben einen ausreichenden Impfschutz", sagte Professor Klaus Wahle, Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut.

Vielfach würden Impfungen aus der Kindheit nicht aufgefrischt, wie etwa bei Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre nötig. Die Impfungen in jungen Jahren legten zwar den Grundstein für einen Schutz, der halte bei vielen Krankheiten aber nicht lebenslang, so Wahle im "HausArzt-PatientenMagazin" des Deutschen Hausärzteverbandes.

Eine Studie in Schleswig-Holstein ergab dem Bericht zufolge, dass nur jeder Zweite über 60-Jährige gegen Tetanus geschützt war und nur jeder Dritte gegen Diphtherie. Zwar seien diese Krankheiten wegen der früheren Schutzimpfungen selten geworden, verschwunden seien sie aber nicht. Jeder müsse sich um ausreichenden Impfschutz kümmern. Für Standardimpfungen und deren Auffrischungen übernimmt in der Regel die Krankenkasse die Kosten.

Lesen Sie dazu auch: 86-Jährige starb an Tetanusfolgen

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