Ärzte Zeitung, 13.05.2009

Gelbfieberimpfung auch für Alte

DÜSSELDORF (ug). Bei der Gelbfieber-Impfung gibt es ein Problem: In den 90er Jahren sind in den USA und Brasilien bei Menschen über 60 nach der Erstimpfung mitunter schwere Nebenwirkungen aufgetreten.

Seither wird auch bei uns zu großer Vorsicht mit der Gelbfieberimpfung bei alten Menschen geraten. "Das bringt uns bei der reisemedizinischen Beratung gelegentlich in die Bredouille", sagte Privatdozent Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Vor allem, wenn alte Menschen auf Kreuzfahrten mehrere Länder anlaufen wollen, die den Impfnachweis verlangen. Vor allem in Südamerika breitet sich das Virus aus.

Mehrere Länder, etwa Peru, Brasilien und Paraguay verlangen nun den Impfnachweis, wenn man sich in den letzten sechs Tagen in einem Land mit Gelbfieber-Erkrankungen aufgehalten hat. Dazu gehören die meisten anderen Staaten Südamerikas. Doch der Reisemediziner relativiert das Problem. Denn die schweren Nebenwirkungen hingen mit bestimmten genetischen Faktoren zusammen. "Es gibt eine ganz kleine Subpopulation, die so schwer auf die Impfung reagieren. Sie ist in den USA und Brasilien viel häufiger als in Europa." In Deutschland müsse die Indikation nicht allzu streng gestellt werden.

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