Ärzte Zeitung, 05.06.2009

Nur geimpft in Krippe oder Kindergarten

BERLIN(hub). "No vaccination, no school" - heißt es in den USA. Nach diesem Vorbild soll der Schul- und Kindergartenbesuch auch in Deutschland geregelt werden.

Das fordert die Kommission für Impffragen der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DAKJ) in einer aktuellen Stellungnahme (Monatsschr Kinderheilk 5, 2009, 479). Die Aufnahme von Kindern in Krippen, Kindergärten und Schulen solle von einem kompletten, den STIKO-Empfehlungen entsprechenden Impfschutz abhängig sein.

Die Kommission führt mehrere Gründe an: Ein ungeimpftes Kind kann in Krippe oder Kindergarten sich selbst anstecken, es kann aber auch für andere, nicht geimpfte Kinder, zu einer Infektionsquelle werden. Das sei von besonderer Bedeutung, da in den Einrichtungen sowohl Kinder sind, die aufgrund ihres jungen Alters noch nicht vollständig geimpft sind oder etwa aufgrund einer Immunsuppression gar nicht geimpft werden können. Die Stellungsnahme weist auch auf die UN-Kinderrechtskonvention hin. Danach habe jedes Kind das Recht auf Impfung gegen verhütbare Krankheiten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »