Ärzte Zeitung online, 30.09.2009

Tod nach HPV-Impfung: Mädchen hatte Vorerkrankung

LONDON (dpa). Das 14-jährige britische Mädchen, das kurz nach einer HPV-Impfung im Rahmen eines nationalen Impfprogramms am Montag gestorben war, hatte laut Obduktion eine ernste Vorerkrankung. "Somit ist es höchst unwahrscheinlich, dass die Impfung der Grund für den Tod war", sagte ein Mediziner nach der Untersuchung der Leiche am späten Dienstagabend.

Noch stünden weitere Testergebnisse aus.

Bisher wurden mehr als eine Million junge Frauen in Großbritannien gegen das Humane Papilloma Virus (HPV) geimpft, das durch Geschlechtsverkehr übertragen wird und Krebs verursachen kann. Das Impfprogramm, bei dem der Impfstoff Cervarix® des Pharmakonzerns GlaxoSmithKline verwendet wird, begann im September 2008.

   Die Impfung ist in Deutschland für Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren vorgesehen. Plötzliche ungeklärte Todesfälle kämen in jeder Altersgruppe vor, hatte das Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt bereits früher erläutert. Demnach waren im Jahr 2006 nach der amtlichen Statistik 22 von 2,3 Millionen Frauen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren gestorben, ohne dass sich eine Ursache ermitteln ließ. Bei der Impfung eines großen Teils dieser Bevölkerung sei daher schon rein zufällig mit derartigen Todesfällen zu rechnen, die sich kurz nach einer Impfung ereignen.

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