Ärzte Zeitung online, 02.11.2009

Hoffen auf Malaria-Impfung - Konferenz in Nairobi

NAIROBI (dpa). Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind an Malaria. Die meisten tödlichen Malariafälle - etwa 90 Prozent - treten in Afrika auf. Derzeit wird an 20 Standorten in Afrika ein Impfstoff erprobt. Die Erfahrungen damit stehen im Mittelpunkt einer am Montag gestarteten Konferenz im kenianischen Nairobi.

Rund 2000 Wissenschaftler, Mediziner und Gesundheitsexperten beraten bis Ende der Woche auf der 5. Konferenz der Multilateralen Malaria-Initiative, wie der Krankheit beizukommen ist.

Erste Erfahrungen mit dem Impfstoff aus der Praxis stimmen nach Angaben von beteiligten Ärzten hoffnungsvoll. So sei die Zahl der Erkrankungen geimpfter Kleinkinder um 50 Prozent zurückgegangen. Die Versuchsreihe tritt derzeit in die dritte Phase. Bisher setzt die Malariaprophylaxe unter anderem auf Medikamente, die aber wegen immer neuer Resistenzen der Erreger oft nur teilweise Wirkung haben.

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