Ärzte Zeitung online, 04.02.2010

Rotes Kreuz impft Kinder in Haitis Zeltlagern

BERLIN (dpa). Teams des Deutschen Rote Kreuzes (DRK) wollen Erdbebenopfer in Haiti ab sofort gegen Krankheiten wie Masern, Tetanus und Diphtherie impfen. Den Impfschutz sollen vor allem Menschen in den mehr als 500 Zeltlagern der Hauptstadt Port-au-Prince erhalten, darunter 140 000 Kinder, teilte das DRK am Mittwoch in Berlin mit.

In den Zeltstädten ohne fließend Wasser, Kanalisation und Müllentsorgung seien Menschen besonders gefährdet. Dort litten Kinder bereits an Durchfall, Fieber, Erkältungen und Hautausschlägen. Nach DRK-Schätzungen brauchen eine Million Menschen in dem Karibikstaat dringend bessere Unterkünfte.

Unter Leitung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in Haiti Kinder unter sieben Jahren gegen Masern, Röteln, Tetanus und Diphtherie geimpft. Ältere Kinder und Erwachsene sollen eine Spritze gegen Diphtherie und Tetanus (Wundstarrkrampf) bekommen. Die Vereinten Nationen hatten am Dienstag einen besseren Schutz für Haitis Kinder gefordert. Das Kinderhilfswerk UNICEF kündigte eine Impfaktion für insgesamt 700 000 Mädchen und Jungen an.

www.drk.de

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Impfaktion für 700 000 Kinder in Haiti angelaufen

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