Ärzte Zeitung, 09.05.2010

Aedes kann gegen Repellentien resistent werden

Forscher haben bei Gelbfiebermücken eine Resistenz gegen DEET nachgewiesen.

ALNARP (hub). Forscher aus Schweden und Großbritannien konnten bei Weibchen der Stechmücke Aedes aegypti eine Resistenz gegen das wichtige Repellent DEET (Diethyltoluamide) nachweisen. In Verhaltensexperimenten haben sie Mücken, die nicht auf DEET empfindlich reagierten von den DEET-sensiblen Tieren unterschieden. In Kreuzungsexperimenten konnten die Forscher dann zeigen, dass die DEETResistenz vererbbar ist. Sie folgern daraus, dass die Fähigkeit der Resistenzbildung angeboren ist (PNAS online). Die Experimente weisen zudem daraufhin, dass die Unempfindlichkeit gegen DEET dominant vererbt wird.

Als Ursache fanden die Forscher, dass Sinneszellen auf den Fühlern der Insekten nicht mehr auf das DEET reagierten. Dafür könnte es viele Erklärungen geben. So könnte etwas das Protein verändert sein, an das normalerweise das DEET bindet.

Aedes aegypti überträgt unter anderen Gelbfieber und Denguefieber. Gegen Gelbfieber gibt es eine Impfung.

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