Ärzte Zeitung online, 02.09.2010
Schon bald Impfstoff gegen West-Nil-Fieber?
ATLANTA (hub). In den USA laufen mehrere Studien zu Impfstoffen gegen das West-Nil-Virus. Schon in naher Zukunft könnte ein Impfstoff verfügbar sein.

Vor allem Culex-Mücken übertragen das West-Nil-Virus; aber auch die Aedes-Mücke (im Bild) kann vereinzelt das Virus übertragen.
© dpa
Seit etwas mehr als zehn Jahren breitet sich das West-Nil-Virus (WNV) in den USA massiv aus. Die Menschen leiden nicht nur unter den neurologischen Symptomen einer Infektion durch den Virus sondern auch unter möglichen Meningitiden und Enzephalitiden. Auch die Lebensqualität wird vermindert durch den nun notwendig gewordenen Mückenschutz, da das Virus durch die Culex-Mücke übertragen wird. Mückenbekämpfung und individueller Schutz vor Mückenstichen sind die primären Maßnahmen gegen das WNV.
Das Virus könnte auch schon bald bei uns landen, denn in Südosteuropa werden zunehmend Erkrankungen durch WNV berichtet. Hoffnung macht eine Nachricht aus den USA: Möglicherweise könnte es schon bald einen Impfstoff gegen WNV geben. Eine Reihe von Studien läuft, von pharmazeutischen Unternehmen und von öffentlichen Forschungseinrichtungen. Zudem arbeiten viele Wissenschaftler an dem Thema, teilen die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta auf Anfrage der "Ärzte Zeitung" mit. Die CDC hoffen, dass schon in naher Zukunft ein entsprechender Impfstoff verfügbar sein könne.
Die CDC weisen in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Bedeutung eines ausreichenden Mückenschutzes hin, zu dem auch Repellentien gehören. Das Virus könne schwere, das Leben verändernde und sogar tödliche Erkrankungen auslösen. In Risikogebieten lohne es sich daher unbedingt, einige Minuten zu investieren, um sich vor Mückenstichen zu schützen.
Die CDC empfehlen folgende Substanzen als Repellents:
DEET
Picaridin
Öl des Zitroneneucalyptus
IR3535 (chemischer Name: 3-N-Butyl-N-acetyl-aminopropionsäure-Ethylester).

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