Ärzte Zeitung online, 05.09.2011
Impfstoff-Verbrennung: Sachsen-Anhalt prüft Angebote
MAGDEBURG (dpa). Sachsen-Anhalt prüft derzeit Angebote für die Vernichtung bundesweit nicht mehr benötigter Schweinegrippe-Impfstoffe.
"Es sind mehrere Interessensbekundungen eingegangen", sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Holger Paech, am Montag in Magdeburg.
196 Paletten mit 16 Millionen Impfdosen, die die Bundesländer für mehrere hundert Millionen Euro gekauft hatten, sollen in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt werden.
Sachsen-Anhalt als Vorsitzendes Land einer Arbeitsgruppe soll zentral nach einer solchen Möglichkeit suchen.
Noch im September will das Gesundheitsministerium den anderen Bundesländern ein Unternehmen vorschlagen, für November ist die Vernichtung des Impfstoffs geplant.
Von dem vor zwei Jahren gekauften Impfstoff war nur ein Bruchteil genutzt worden, weil sich kaum Menschen impfen ließen.
Die an einem nicht genannten Ort gelagerten Restbestände müssen vernichtet werden, weil die Epidemie beendet ist und auch die Haltbarkeit ausläuft.