Ärzte Zeitung online, 18.11.2013

Allensbach-Umfrage

Wenig Interesse an Impfschutz

Fast jeder zweite Deutsche kennt seinen aktuellen Impfstatus nicht. Auf Booster-Impfungen wird nur selten geachtet, so eine Umfrage.

ALLENSBACH. 43 Prozent der Bürger in Deutschland wissen nicht, gegen welche Krankheiten sie geimpft sind, wie eine am Freitag veröffentliche Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab.

Frauen sind mit 64 Prozent besser informiert als Männer, von denen nur 49 Prozent wissen, wogegen sie noch wirksam geimpft sind. Schlecht informiert sind auch die Senioren. Bei ihnen weiß nur jeder Zweite über seinen Impfschutz Bescheid.

Nur gut die Hälfte der Bürger achtet der Umfrage zufolge auf eine regelmäßige Auffrischung. Am häufigsten wird noch auf die Erneuerung von Tetanusimpfungen (47 Prozent) geachtet, mit deutlichem Abstand gefolgt von den Grippeimpfungen (23 Prozent) und den Impfungen gegen Diphtherie (20 Prozent).

Die Mehrheit der Eltern mit Kindern unter 20 Jahren hat laut Umfrage die Impfempfehlungen für ihren Nachwuchs ernst genommen. 74 Prozent von ihnen ließen demnach die Kinder im Babyalter gegen alles impfen, was zu dem Zeitpunkt empfohlen wurde.

16 Prozent ließen einige Impfungen aus, nur 0,4 Prozent haben alle Impfungen ausgelassen. Als Grund für den Verzicht auf Schutzmaßnahmen nennen drei von vier dieser Eltern die Angst vor zu großen Risiken und Nebenwirkungen. (dpa)

Topics
Schlagworte
Impfen (4053)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »