Ärzte Zeitung, 21.06.2007

Influenza-Viren weltweit resistent gegen Amantadin

BETHESDA (ddp). Die zunehmende Resistenz von Grippeviren gegen Amantadin und Rimantadin ist nicht auf die übermäßige Verwendung dieser Arznei zurückzuführen, haben US-Forscher entdeckt.

Vielmehr haben sich die Erreger zufällig so verändert, dass ihnen die Arzneien nichts mehr anhaben können. Zwar werden die Mittel heute kaum noch als Virustatika verwendet, Amantadin ist jedoch in einigen Pandemieplänen als Reservemedikament eingeplant.

Bis vor wenigen Jahren waren etwa zwei Prozent aller Influenza-A-Viren resistent gegen Amantadin und Rimantadin, inzwischen sind es weltweit 90 Prozent, und zwar auch in Regionen, in denen die Mittel nicht verwendet wurden, so die Forscher online in der Fachzeitschrift "Molecular Biology and Evolution".

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »