Ärzte Zeitung online, 16.01.2009

Erste Grippe-Tote dieses Winters

FRANKFURT/MAIN (dpa). Die Gesellschaft der Lungenfachärzte hat den bundesweit ersten Grippe-Todesfall dieses Winters in Baden-Württemberg registriert. Im Universitätsklinikum Ulm sei eine 46-jährige Patientin an der Virusgrippe gestorben, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie am Freitag in Frankfurt am Main. Die Frau habe nach Klinikangaben noch eine zweite Krankheit gehabt, die nicht näher benannt worden sei.

Foto: GSK

"Für Patienten mit einer chronischen Erkrankung und auch für ältere Menschen ist die Influenza besonders gefährlich, weil bei ihnen das Immunsystem geschwächt ist", sagte Professor Bernd Schönhofer von der Fachgesellschaft. In diesen beiden Gruppen treten nach Angaben der Fachärzte die meisten Grippe-Todesfälle auf. Noch sei eine Impfung möglich.

Auch die am Robert-Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt die Grippeschutzimpfung: für alle Meschen über 60 Jahre sowie - altersunabhängig - für chronisch Kranke. Diese Personengruppen sollten außer gegen Grippe auch gegen Pneumokokken-Bakterien geimpft werden. Nach RKI-Daten rollt die Grippewelle derzeit vor allem im Nordwesten Deutschlands an.

Mehr Informationen gibt es bei der Arbeitsgemeinschaft Influenza.

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