Ärzte Zeitung online, 30.01.2009

Alte Patienten im Krankenhaus: Lungenentzündung am häufigsten

BERLIN (eb). Jeder siebente Patient, der am Zentrum für Altersmedizin und der Klinik für Innere Medizin-Geriatrie am Vivantes Wenckebach-Klinikum behandelt wird, hat eine Lungenentzündung (13,6 Prozent). Der Chefarzt des Zentrums Dr. Claus Köppel rät deshalb unter anderem zur Impfung.

Bekanntlich kann besonders bei älteren Menschen eine Lungenentzündung lebensbedrohlich verlaufen. Betroffene müssen deshalb häufig im Krankenhaus behandelt werden.

Da Pneumonien oft bei einer Lungenvorerkrankung wie Emphysem oder chronische Bronchitis entstehen, rät Köppel zur Vorbeugung, etwa gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung, Rauchverzicht und viel Bewegung sowie zu Impfungen gegen Virusgrippe und Pneumokokken. Diese Impfungen werden vom Robert-Koch-Institut für alle ab 60 Jahren empfohlen.

Köppel: "Wer geimpft ist, kann zwar trotzdem eine Lungenentzündung mit anderen Erregern bekommen, ist aber ganz gut gefeit gegenüber Pneumokokken und Grippe. Das senkt das Sterblichkeitsrisiko insbesondere bei älteren Menschen."

Ein weitere wichtige Ursache für Lungenentzündungen können nicht erkannte Schluckstörungen zum Beispiel auch nach einem leichteren Schlaganfall sein. Hier ist eine entsprechende Diagnostik und gegebenenfalls die Einleitung einer Therapie durch einen Logopäden ganz wichtig, so Köppel in einer Mitteilung des Zentrum.

Weitere häufig Diagnosen bei Alten waren im Jahr 2007 im Zentrum für Altersmedizin Herzerkrankungen (knapp 12 Prozent), Knochenbrüche nach Sturz (11 Prozent), Schlaganfälle (knapp 7 Prozent) und entgleister Diabetes (1,3 Prozent).

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