Ärzte Zeitung, 28.07.2010

Grippeimpfung bald auch per Pflaster?

ATLANTA (hub). Eine mögliche Alternative zur Impfung mit Spritze haben Forscher aus den USA entwickelt: das Impfpflaster. Es besteht aus rund 100 Mikronadeln mit gut einem halben Millimeter Länge. Aufgeklebt auf die Haut, dringen die Nadeln in die Epidermis ein und setzen binnen Minuten den Impfstoff frei. Der ist in diesem Fall eine inaktivierte Influenzavakzine, verpackt in biokompatible Polymere (Nature Medicine online). Im Mäuseexperiment hat die Impfung mit dem Pflaster bereits hervorragend funktioniert. Es wurde sogar eine stärkere Immunantwort erzielt als mit einer intramuskulären Impfung, schreiben Dr. Sean Sullivan und seine Kollegen von der Emory Universität in Atlanta. Ihre Folgerung: Das Impfpflaster eröffne neue Möglichkeiten für einfachere und sicherere Impfungen und auch eine höhere Impfrate.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »