Ärzte Zeitung, 09.02.2016

Zwischenbilanz zeigt:

Grippevakzine wieder nur suboptimal

STOCKHOLM. Auch der diesjährige Grippeimpfstoff deckt die aktuell zirkulierenden Influenza-Virusstämme nicht optimal ab, berichtet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) in einer Zwischenbilanz zur diesjährigen Grippesaison.

Die weitverbreiteten trivalenten Impfstoffe sind zwar gegen den momentan dominierenden Stamm A(H1N1)pdm09 gut wirksam. Der ebenfalls in Europa häufig zirkulierende Stamm B/Victoria sei aber in dem Standardimpfstoff nicht enthalten.

Dieser Virusstamm hatte in der letzten Januarwoche etwa 13 Prozent der in Deutschland isolierten Viren ausgemacht. Solche B-Virusstämme nehmen aber erfahrungsgemäß gegen Ende der Grippesaison zu, so das ECDC. Die tetravalente Vakzine deckt den Stamm ab. (eis)

|
[13.02.2016, 23:30:00]
Matthias Hölzel 
tetravelenter Grippeimpfstoff.
In einem Artikel der Ärztezeitung vom 18.09.2015 wurde der Vorsitzende der STIKO, Dr. Jan Leidel, zitiert mit den Worten: "dass ein tetravalenter Influenzaimpfstoff wünschenswert wäre, um die beiden B-Viruslinien mit abzudecken."
Es ist also nicht so, dass niemand darauf hingewiesen hätte, dass ein tetravalenter Impfstoff günstiger wäre.
Warum es den, zumindest in Deutschland, nur für Selbstzahler gibt, wurde in dem Artikel auch dargelegt: Die Ausschreibungspraxis der gesetzlichen Krankenkassen.
Solange das so ist, wird die ohnehin niedrige Impfquote, weiter abfallen. zum Beitrag »
[11.02.2016, 12:04:55]
Dr. Joachim Malinowski 
Stamm B/Victoria sei aber in dem Standardimpfstoff nicht enthalten.
Bislang hieß es letzten Winter, dass wir diesen Stamm nicht bräuchten.
Was soll der Blödsinn mit einer Impfung, die dann im nachhinein als suboptimal (=unwirksam?) bezeichnet wird?
So etwas würde ich mir und meinen Patienten gerne im voraus ersparen. Und die Akzeptanz für die nächste Grippe-Impfung sinkt erneut.... zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Top-Meldungen

Die neuen Abrechnungsziffern im Überblick

Die ambulante Versorgung von Patienten in Alten- und Pflegeheimen wird aufgewertet. Ab Juli gibt es Zuschläge für Betreuung, Behandlungs-Koordination und Besuche durch Praxis-Assistenten. mehr »

Hecken verrät erste Neuerungen

Die Bedarfsplanung soll und wird sich ändern - doch nicht so schnell wie vom Gesetzgeber vorgesehen. Das hat GBA-Chef Hecken angekündigt. Mit der "Ärzte Zeitung" sprach er über geplante Neuerungen. mehr »

ARMIN startet elektronisches Medikationsmanagement

Ärzte und Apotheker managen gemeinsam die Medikation von Patienten: Das ist die Idee der Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen (ARMIN). Nun ist die Testphase beendet - ab Freitag startet ARMIN durch. mehr »