Ärzte Zeitung, 10.12.2012

Arrhythmien

Pneumonie bringt das Herz aus dem Takt

SAN ANTONIO. Pneumonie-Patienten, die innerhalb von drei Monaten nach stationärer Aufnahme kardiale Arrhythmien entwickeln, haben eine deutlicherhöhte Sterberate.

Das haben US-Forscher um Natalia Soto-Gomez aus San Antonio anhand der Daten von fast 33.000 stationär behandelten Pneumonie-Patienten festgestellt (Am J Med 2012; online 21. November).

Zwölf Prozent der Pneumoniekranken bekamen innerhalb von 90 Tagen, gerechnet ab dem Datum der stationären Aufnahme, eine kardiale Arrhythmie: Vorhofflimmern (8 Prozent), Kreislaufstillstand (1 Prozent), Kammerflimmern oder -tachykardie (0,3 Prozent), andere Arrhythmien inklusive signifikanter Bradykardie und multifokaler atrialer Tachykardie (3,4 Prozent).

Die Sterberaten nach 30 Tagen: 18 Prozent im Vergleich zu 13 Prozent bei Patienten mit normalem Herzrhythmus, nach 90 Tagen 31 versus 21 Prozent.

Möglicherweise trügen erhöhte Spiegel inflammatorischer Zytokine zur Arrhythmieentstehung während und nach Pneumonie bei so die Autoren. Störungen der hämodynamischen Homöostase, prothrombotische Prozesse und vermehrt freigesetzte Katecholamine kämen als Erklärungen aber ebenso infrage wie eine direkte Infektion der Kardiomyozyten (rb)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Zahl der Behandlungsfehler stagniert

"Fehler passieren, auch in der Medizin. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, ist extrem gering." So lautete das Fazit von Dr. Andreas Crusius bei der Vorstellung der Behandlungsfehlerstatistik. mehr »

Naturvolk mit erstaunlich gesunden Gefäßen

In einer geradezu heroischen Studie haben US-Forscher Eingeborene der Amazonas-Region zur Calcium-Score-Messung in einen CT-Scanner geschoben. Noch nie wurde ein Volk mit so gesunden Arterien beschrieben. mehr »

Dann ist ein Hausbesuch abrechenbar

Die vollständige und vor allem korrekte Abrechnung der so genannten Leichenschau stellt Ärzte immer wieder vor Probleme. Beispielsweise stellt sich die Frage nach der eigenständigen Berechnung des Hausbesuchs. mehr »